Waffenbesitzkarte (WBK)

Wer in Deutschland legal eine Waffe erwerben und besitzen will, muss laut Gesetz eine WBK vorweisen, diese wird von den örtlichen Behörden nur unter strengen Auflagen erteilt. Voraussetzungen: • Mindestalter 18 Jahre für Kleinkaliber Waffen oder 21 Jahre für Großkaliberwaffen • Bei Personen unter 25 Jahren die Großkaliberwaffen beantragen wollen, muss zusätzlich noch ein psychologisches Gutachten vorgelegt werden • Man muss Mitglied in einem anerkannten Schießsportverband sein und mindestens seit 12 Monaten Mitglied in einem Schützenverein. • Man muss innerhalb von 12 Monaten eine regelmäßige Teilnahme am Training nachweisen mindestens 12 Trainingstermine. Hat man keine regelmäßige Trainingstermine, muss man 18 Trainingstermine innerhalb von 12 Monaten nachweisen. • Man muss einen Nachweis über einen erfolgreich absolvierten Sachkundekurs nach §7 WaffG erbringen. • Man muss ein Bedürfnis vorlegen. • Man muss einen Antrag zur Beantragung der WBK ausfüllen. • Eine Körperliche und geistige Zuverlässigkeit muss gegeben sein. • Die persönliche Eignung wird geprüft. • Man darf keine Vorstrafen haben. • Man darf nicht regelmäßig oder übermäßig Drogen oder Alkohol konsumieren. • Man muss einen Nachweis über die sichere Unterbringung der Waffen erbringen (Foto vom Typenschild und Kaufvertrag vom Waffentresor).

Waffenbesitzkarteninhaber sind Sportschützen, Waffensammler und Jäger. Die WBK berechtigt zum Erwerb und Besitz einer legalen Schusswaffe, zum Transport der Waffen von Wohnung zum Schießstand oder zum Büchsenmacher sowie zum Führen von Waffen innerhalb der eigenen Wohnung, Grundstücks und auf zugelassenen Schießständen. Zum führen einer Waffe an anderen Orten berechtigt nur der Waffenschein.

Allgemeine Infos Im halben Jahr darf man maximal 2 Waffen kaufen. Alle 3 Jahre wird geprüft, ob man noch regelmäßig an Training und Wettkämpfen teilnimmt.

Es gibt drei verschiedene Waffenbesitzkarten.


Auf die rote WBK dürfen Waffensammler und Waffensachverständige Waffen eintragen die durch ein eindeutiges Waffensammelgebiet festgelegt wurde. In der Regel gibt es Einschränkungen von geschichtlichen Zeiträumen und / oder geografischen Sammelgebieten. Man hat nur eine Chance eine Sammler WBK zu beantragen und muss dazu eine Abhandlung schreiben sowie einen Nachweis erbringen dass man sich in der Zeitepoche auskennt und schon andere Gegenstände aus diesem Sammelbereich besitzt.



Berechtigt einen Sportschützen nachfolgende Waffen zu erwerben bzw. zu besitzen. Einzellader Kurz- und Langwaffen sowie Einzellader Flinten, Repetier-Langwaffen, mehrschüssige Vorderlader Kurz- und Langwaffen.



Auf der grünen WBK werden nachfolgende Waffen eingetragen mehrschüssige Kurzwaffen (Revolver, Pistole), Selbstladegewehre, Selbstladeflinten sowie Repetierflinten. Vor dem Kauf einer Waffe die auf diese WBK eingetragen wird, muss der Inhaber der WBK einen Antrag beim Verein einreichen wenn der befürwortet wird, geht der Antrag weiter an den Landesverband, dort wird der Antrag geprüft und an den Antragsteller geschickt. Der Antragsteller muss nun zur Behörde. Alle 12 Monate macht die Behörde eine „große Anfrage“ das beinhaltet die Anfrage bei der Ortspolizeibehörde, beim LKA und bei der Staatsanwaltschaft. Verläuft die Anfrage positiv, wird ein Voreintrag in die WBK gemacht. Danach darf man die Waffe kaufen und muss diese innerhalb von 14 Tagen bei der Behörde komplett eintragen lassen (die Waffennummer wird in der WBK vermerkt). Das Grundkontingent für Waffen die auf dieser WBK eingetragen werden sind zwei Kurzwaffen und drei Selbstlade-Langwaffen. Weitere Waffen bekommt man z.B. durch Teilnahme an Wettkämpfen.



In ganz Deutschland gibt es nur ca. 2.000 (zweitausend) Waffenscheininhaber. Personen die einen Waffenschein haben sind z.B. Sicherheitsunternehmen, Politiker, teilweise Waffenhändler und besonders gefährdete Personen beispielsweise Juweliere. Waffenscheine werden nur in Ausnahmefällen und unter sehr strengen Auflagen für einen Zeitraum von 3 Jahren vergeben. Man hat auch hier nur eine Chance, dass der Antrag durchgeht! Wenn der abgelehnt wird erhält man keine zweite Chance. Wer einen Waffenschein hat, besitzt auch eine WBK in die die Waffe eingetragen wird. Der Inhaber eines Waffenscheins darf eine geladene (und gesicherte) Waffe auch außerhalb seiner Wohnung und seines befriedeten Grundstücks führen. Auch hier gibt es Einschränkungen. An folgenden Orten darf man die Waffe nicht führen: z.B. bei Menschenansammlungen, in Aufzügen. Es empfiehlt sich auch einen Hausbesitzer im Vorhinein zu fragen, da dieser immer das Hausrecht hat.



Seit der Änderung des Waffengesetzes im Jahre 2002/2003 gibt es den kleinen Waffenschein. Dieser berechtigt zum führen einer Schreckschusswaffe (mit PTB Zeichen). Die Einschränkungen sind die gleichen wie beim Waffenschein.
Waffenbesitzkarten / Waffenschein
Die Rote WBK:
Die Gelbe WBK:
Die Grüne WBK:
Waffenschein
kleinen Waffenschein: