Der Weg zur Waffenbesitzkarte (WBK) als Sportschütze
Um dem Waffenrechtlich unkundigen zu erklären was notwendig ist um eine WBK zu erlangen, haben wir uns entschlossen das wesentliche hier kurz zusammen zu stellen. Es wird nur auf die Belange des Sportschützen eingegangen.
Grundvorrausetzung zur Erlangung einer WBK als Sportschütze sind:
- Einwandfreier Leumund
- Ein Bedürfnis
- Die Mitgliedschaft in einem Verein
- Einen bestandenen Sachkundelehrgang
- Regelmäßige Trainingsteilnahme
- Mindestwartezeit von einem Jahr
- Mindestens Volljährigkeit
Einwandfreier Leumund
Dieser ergibt sich aus §5 des Waffengesetzes.
Ein Bedürfnis
Das Bedürfnis ergibt sich daraus, das du Sportschütze bist und regelmäßig trainierst.
Einen bestandenen Sachkundelehrgang
Der Gesetzgeber schreibt einen bestandenen Sachkundelehrgang vor. Dieser wird bei uns im Schützenverein Durchgeführt. Die Prüfung ist nicht zu unterschätzen! Es wird der komplette wesentliche Waffenrechtliche-, Waffentechnische Stoff, sowie Notwehrparagraphen und deren Anwendung geprüft. Danach bist du Waffenkundig.
Regelmäßige Trainingsteilnahme
Es versteht sich ja von selbst, dass man als Sportschütze regelmäßig trainiert und an Wettkämpfen teilnimmt.(§14 Absatz 14.2.1 Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum Waffengesetz.) Unser Verband (BDS) versteht unter „Regelmäßig“, mindestens 18 x im Jahr.  Im eigenen Interesse empfiehlt es sich öfters mal zu kommen.
Mindestwartezeit von einem Jahr
Wenn man die Anforderungen 1 bis 5 bereits erfüllt hat, muss man mindestens 1 Jahr dabei sein um seine WBK zu beantragen. Dafür werden Befürwortungen seitens der Behörde vom Verein und Verband erwartet. Wer jetzt meint, nach einem Jahr habe ich meine Waffe und dann Tschüss, sei gewarnt. Der Gesetzgeber hat eine Regelüberprüfung nach 3 Jahren eingebaut. Das heißt, wenn nicht weiter „regelmäßig“ trainiert wird, kann man unter Umständen sein Bedürfnis verlieren. Auch ein Vereinsaustritt muss vom Vorstand eines Vereins umgehend der zuständigen Behörde gemeldet werden!
Mindestens Volljährigkeit
18 bis 24 jähriger Sportschütze erhält nur kleinkalibrige (.22lfb) Waffen. Erst ab dem vollendeten 25. Lebensjahr kann man großkalibrige Waffen besitzen. Es ist aber auf Antrag mittels einer Ausnahmegenehmigung möglich, vor dem 25. Lebensjahr eine Großkalibrige Waffe zu erwerben. Es wird eine Medizinisch Psychologische Untersuchung gefordert.

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